Kurze Nächte im spannenden London – Jg. 12 in der englischen Hauptstadt

Freischmidt    14. Oktober 2017

Am Piccadilly Circus, vor der Horses-Of-Helios-Statue. Ein großer Dank gebührt Frau Bartos, die
kurzentschlossen mitgefahren ist und somit die Exkursion erst ermöglichte.

In der letzten Woche vor den Herbstferien machten sich der Englisch-Kurs von Herrn Wocken sowie der Kunst-Kurs von Herrn Schwanke – in Begleitung von Frau Bartos – auf nach London. Hin ging es dieses Mal ganz luxuriös mit dem Flugzeug – direkt am Montagmorgen. Das hatte den Vorteil, dass wir anschließend noch den ganzen Tag nutzen konnten.
Nachdem wir unsere Koffer im Hostel abgegeben hatten, ging es auf, Londons umfangreiches Bahn- und Busnetz auf einer kleinen Stadttour zu erkunden.

Generell haben wir in den vier Tagen ein vielfältiges gemeinsames Programm erlebt, allerdings gab es auch jeden Tag genug Freizeit, um shoppen zu gehen oder die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Besichtigt wurden unter anderem einige Museen wie zum Beispiel die weltbekannte „National Gallery“ mit berühmten Werken vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert oder die „Tate Modern“, welche zeitgenössische Kunst ausstellt. Des Weiteren begab sich der Englisch-Kurs auf eine Sherlock-Holmes-Tour durch die Stadt, die unsere Erwartungen allerdings aus verschiedenen Gründen nicht voll erfüllen konnte.
Ein echtes Highlight für viele war hingegen der „Sky Garden“, der sich weniger als „Garden“ doch mehr als leicht begrüntes Hochhaus entpuppte, aus dessen 35. Stock wir eine grandiose Sicht über ganz London genießen durften.
Natürlich wurden aber auch die bekannten Sehenswürdigkeiten wie Big Ben, Tower Bridge, Buckingham Palace, Piccadilly Circus uvm. nicht ausgelassen.

Schlussendlich mussten wir am Freitag um 3 Uhr (morgens!!!) wieder zum Flughafen zurückkehren; 30 vollkommen übermüdete deutsche Schüler mit ihren Koffern im roten Doppeldeckerbus waren sicherlich ein erheiternder Anblick für alle Menschen, die uns um diese Zeit noch beobachteten.

Alles in allem waren es trotzdem vier wunderschöne, regenfreie (!) Tage, die leider viel zu knapp bemessen waren, um London komplett zu erleben.

Text: Ella Reimann
Bilder: T. Schwanke

EInige bildliche Impressionen der Seminarfahrt nach London (mit besonderer Berücksichtigung von Kunst und Ernährung)


SK – head of tour


Herr Schwanke in seinem Element.


Das Hostel in Lewisham beeindruckte durch die zum Teil sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen sowie den exorbitant hohen Deutschenanteil. Da von einem ausreichenden Verständnis der englischen Sprache nicht immer ausgegangen werden kann, reagierten die Hostelbesitzer zielgruppengerecht mit der Anbringung von zusätzlichen Hinweisschildern.


Continental breakfast. Eindeutig ein Missverständis bezüglich festlandseuropäischer Ernährungsgewohnheiten …


… welches jedoch mit Humor genommen wurde.


Vorfreude auf die Fahrt in die City. Erst gegen Ende der Fahrt klärte sich der Irrtum auf, dass die
allgegenwärtigen Schilder keineswegs an den Einkauf im Kleidungseinzelhandel erinnern sollten.


Selbst in Weltmetropolen wie London hat sich die Tierwelt ihren Lebensraum zurückerobert …


… jedoch nicht immer mit dauerhaftem Erfolg (hier ein Vanitas-Stillleben in Chinatown).


Zunächst noch mit skeptischen Blicken beäugt …


… gewinnt die chinesische Küche jedoch bald viele begeisterte Anhänger.


Für eher heimatverbundene Gaumen bietet London auch Kulinarisches: Herman ze German´s Frankfurter und Thüringer sind weit über die Ladengrenzen hinaus berüchtigt.


Neben den Gaumenfreuden ist London natürlich auch ein Mekka für Kunstbegeisterte.
Nach dem Besuch weltbekannter Kunstmuseen und dem Eintauchen in die verstörenden Bildwelten Gregory Crewdsons in der angesehenen Photographer´s Gallery …


… ist man auch im Außenraum der omnipräsenten Street Art ausgesetzt (Bild: Nathan Bowen, hier in Shoreditch) …


… und konnte schließlich geschmackvolle kunsthandwerkliche Objekte zu angemessenen Preisen käuflich erwerben.


London ist eine Stadt der großen Gegensätze: Alt und neu stehen sich oftmals direkt gegenüber.


Was in der Werbung so glänzend präsentiert wird …


… sieht in Realität oft gänzlich anders aus.

Um sich einen guten Überblick über die ganze Stadt zu verschaffen, ließen es sich beherzte Schülerinnen nicht nehmen, den Rücken einer der Löwenstatuen am Trafalgar Square in vorbildlichem Teamwork und unter sichtbarer Anstrengung zu erklimmen.


Weitaus besser ist die Aussicht indessen von der Terrasse des Skygarden, welche zudem beträchtlich müheloser über den Expressfahrstuhl zum 34. Stockwerk erreichbar ist und von wo aus der Besucher auch den berühmten Londoner Nebel bewundern kann.

Mühevoll wiederum war die Rückfahrt inklusive nächtlichem Aufstehen um 3 Uhr. Das Foto entstammt keineswegs einem Zombiefilm, es zeigt vielmehr die Fahrtteilnehmer mit stark
lädiertem Biozyklus beim Warten an der Bushaltestelle.


Der Busfahrer reagierte mit Londoner Gleichmut auf das zeitaufwändige Zustopfen seines Fahrzeugs mit souvenirgefüllten Reisekoffern.


Blumenarrangement auf Rollkoffer: Laura hatte Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!


Endlich am Flughafen Stansted angekommen, wurden die Fluggastsitzgarnituren einem
ausführlichen Schlummertest unterzogen (in Rück-, Seit- und Bauchlage), welchen sie mit Bravour bestanden und bei welchem die mannigfaltigen Eindrücke, welche im fantastischen London gesammelt wurden, quasi im Schlaf verarbeitet werden konnten.