Projektwoche des neunten Jahrgangs: Prävention aus vielen Blickwinkeln

Perret    18. Oktober 2017

Eine vielfältig gestaltete Präventionswoche durchlebte vom 24. bis 29. September der komplette neunte Jahrgang des Gymnasiums Isernhagen. Diese Vielfalt des Programms mit verschiedenen Referenten von außerhalb hat der Freundeskreis der Schule möglich gemacht, der die Kosten dafür freundlicherweise zu einem großen Teil übernommen hat. Ohne diese Unterstützung wäre das Programm in dieser vertieften Form gar nicht möglich gewesen.

Der folgende Bericht von vier Schülerinnen der Klasse 9d macht deutlich, wie die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler die Projektwoche verbracht haben:

Demokratie, Drogen, Mediensucht, Selbstverteidigung und Jugendgewalt – wie hängt das zusammen?

Die Woche startete mit einem Besuch in der Gedenkstätte Ahlem. Dort lernten die neunten Klassen etwas über die Situation der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Über zwei Etagen erstreckte sich eine interessante und besonders aufgebaute Ausstellung. Durch ihre grundlegenden Texte war es sehr interessant und wenn die Schüler wollten, konnten sie durch Schubladen, in denen weitere spannende Informationen enthalten waren, tiefer in die Themen eintauchen. Im Laufe der Veranstaltung mussten die Schüler selbstständig Texte zu bestimmten Bildern herausarbeiten. Auf eine der Fotografien war die vom Brand zerstörte Kastanie zu sehen, welche die Schüler am Ende der Veranstaltung bestaunten. Ebenfalls besichtigte der Jahrgang die Wand der Namen, auf welcher die Opfer dieser Zeit festgehalten sind – ein besonders bewegender Moment, der alle sehr nachdenklich stimmte. Alles in einem war der Tag sehr interessant und lehrreich gestaltet.

Am nächsten Tag empfingen die Jugendlichen die Mitarbeiter vom Projekt Return To Reality. Die Organisation klärte die Schüler über Mediensucht und Interntpornografie auf. Sie legten den Schülern ebenfalls deren Folgen und Gefahren nahe und erklärten ihnen, wie man sich davor schützen kann. Daraufhin wurde die Klasse in zwei Gruppen unterteilt. Die Gruppe der Jungen beschäftigte sich mit den Themen Zocken und Internetpornografie. Die Gruppe der Mädchen befasste sich mit dem Thema Pflege des inneren Gartens. Durch die lockere Einstellung der Leiter war die Stimmung  sehr gelassen, man traute sich, auch pikante Fragen zu stellen. Der Tag war interessant und spannend gestaltet.

An dem darauffolgenden Tag besuchten die Schüler das SOS Café in Hannover. Dort wurden sie über verschiedene Drogen und deren Auswirkungen aufgeklärt. Die Schüler besprachen auch, ab wann man drogensüchtig ist und wie man sich davor schützen kann. Außerdem erzählte ein ehemaliger Drogenabhängiger seine Lebensgeschichte. Nach der Erzählung hatten die Schüler einen deutlich größeren Respekt vor Drogen und waren beeindruckt, wie es der ehemalige Abhängige geschafft hat, die Sucht zu bekämpfen.

Der letzte Tag der Woche wurde durch den Besuch von Herrn Harms von der Polizei Burgdorf bestimmt, der die Schüler über das Thema Jugendgewalt aufklärte. Es wurden die verschiedenen Taten und deren Strafen besprochen. Außerdem schaute die Klasse einen Lehrfilm der Polizei.  Später ging es zusammen zu Kenpokan. Dort lernten die Jugendlichen viele Selbstverteidigungstechniken und konnten sich sportlich austoben.

Dank der sehr guten Vorbereitung durch Frau Holzgreve und der tatkräftigen Unterstützung im Ablauf durch weitere Lehrerinnen und Lehrer konnten die Schülerinnen und Schüler in der Woche abwechslungs- und erfahrungsreiche Erinnerungen sammeln und pflegen noch heute ihren Muskelkater.

Annalena, Katharina, Maxime, Liv aus der 9d