Führt Braunschweig die Reformation ein?

Perret    8. November 2017

Die Bürger Braunschweigs 1527 – zunächst geschlossen für die Einführung der Reformation; später teilweise kompromissbereit.

Ob die Stadt Braunschweig die Reformation einführen soll: das war die Frage, die die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Geschichte des 11. Jahrgangs am Montag, den 6.11.2017 beantworten mussten. Nach einer von den Schülern einhellig als interessant empfundenen, konzentrierten Führung durch den Historiker David Behrend, der die Kurse von Frau Richter und Frau Perret durch die Sonderausstellung „Im Aufbruch. Reformation 1517-1617“ führte, folgte im zweiten Teil des vierstündigen Workshops ein Planspiel. In diesem mussten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen in die Rollen von Fürstinnen, evangelischen Prädikanten, Bürgerinnen und Bürgern, Mönchen und Ablasspredigern schlüpfen und aus ihrer Perspektive im Jahr 1527 eine Position entwickeln. Dann versuchten sie, die anderen Gruppen von ihrer Haltung zu überzeugen. Am Ende der teilweise sehr lebhaft geführten Diskussion, bei der die Wellen der Emotionen hoch wogten und einzelne Gruppen auch nicht vor Bestechung zurückscheuten, fanden die Fürstinnen eine salomonische Lösung: Braunschweig bleibt katholisch, der Ablasshandel wird aber verboten und die Bibel wird ins Deutsche übersetzt.

Fotos und Text: Frau Perret

Weitere Fotos unter „Weiterlesen“.

Der historische Fürst von Braunschweig zog für den Kaiser und die katholische Sache in den Krieg und sein Pferd war ebenso gerüstet wie er selbst.

Ablassprediger, die goldene Überzeugungsarbeit leisten.

Die evangelischen Prädikanten, die sich an ihrer Bibel orientieren.

Mönche, die für ihre – unterschiedlichen – Überzeugungen einstehen (einschließlich dramatischen Ablegens der Kutte).

Auf Frieden und Sicherheit bedachte Fürstinnen.

Alle wieder vereint unter dem Löwenstandbild Heinrichs des Löwen..