Radiergummi, USB-Stick, Schlüsselanhänger, Glückstee und ganz viel Phantasie

Perret    11. Dezember 2017

In einer Vertretungsstunde bekamen Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d die Gelegenheit, aus einfachen Gegenständen Geschichten zu zaubern. Hier sind einige davon – viel Vergnügen beim Lesen.

Die Reise des Glückstees

Im Jahre 1849 auf einer kleinen Tee-Plantage in Indien entstand Yogi, der Tee. Er bestand aus Zimt, Hopfen, Orangenschale und ganz viel Liebe. Er lebte in der Hauptstadt Neu-Delhi.

Eines Tages wurde er auf ein großes Schiff verfrachtet. Da hörte er ein lautes Hupen und dann setzte sich das Schiff in Bewegung. Er vernahm wieder ein Geräusch, diesmal ein lautes Krachen, hinter sich und ehe er sich versah, schwamm er im großen Meer. Und da begann die große Reise. Nach mehreren Stunden wurde er an Land gespült. Er wusste nicht, wo er sich befand, aber da sah er ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen in Kenia“. Er sah nach oben und erblickte riesige Mauern, die bis in den Himmel ragten. Er ging in die Stadt und erblickte viele Menschen. An einem Stand sah er einen Kaufmann im karierten Hemd, er rief: „Günstige Mitfahrt nach Deutschland, jetzt noch ein Ticket sichern.“ Yogi Tee wusste, dass das seine letzte Chance war, um nach Hause zu kommen. Schnell rannte er zum Stand und fragte nach einer Karte. Doch der Mann gab ihm keine Karte, denn Yogi Tee hatte kein Geld zum Bezahlen. Er ging in eine Ecke und war sehr traurig, doch dann merkte er, dass er das selbst in die Hand nehmen musste.

Schnell rannte er zum Hafen. Als er ankam, sah er, wie das Schiff ablegte. Er nahm all seine Kraft zusammen und sprang auf das Schiff. Yogi Tee freute sich, denn er hatte es geschafft. Doch da entdeckte ihn ein Matrose und schmiss ihn über Bord. Vor Schreck verlor er die Besinnung. Als er wieder zu sich kam, lag er in einem kleinen Bett. Neben ihm saß ein kleines Mädchen. Es fragte: „Geht es dir gut, kleines Männlein?“ Yogi Tee war ganz verwundert, stöhnte und rappelte sich auf. Das kleine Mädchen fragte erneut: „Geht es dir gut?“ Ängstlich nickte Yogi Tee mit dem Kopf. Und so wurden sie beste Freunde. Yogi Tee lebte über ein Jahr bei dem kleinen Mädchen.

Eines Tages sagte das kleine Mädchen zu ihm: „Wir verreisen nach Australien und du kommst mit!“ Er freute sich, endlich würde er nach Hause kommen. Doch er müsste sich von dem Mädchen trennen, wenn er nach Deutschland wollte. Yogi überlegte und beschloss, sich heimlich aus dem Flugzeug hinauszuschmuggeln. Er würde einfach rausspringen, wenn er über Deutschland war und mit einem Fallschirm langsam, aber sicher auf dem Boden landen.

Endlich war soweit, sie fuhren zum Flughafen. Dort angekommen, gingen sie zum Zoll und das Mädchen sagte: „Bewege dich lieber nicht, kleines Männlein, sonst darfst du nicht mitkommen.“ Yogi Tee nickte nur. Er hatte sich schon viele Gedanken gemacht, ob es klappen würde, aber irgendwann saßen sie im Flugzeug und warteten darauf, dass es losging. Endlich erhob sich das Flugzeug und die Reise ging los.

Endlich knackten die Lautsprecher und eine Stimme sagte: „Hallo liebe Gäste, wir befinden uns direkt über Berlin. Sehen Sie das Brandenburger Tor, gleich sehen Sie den Reichstag. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Flug!“ Dann war die Ansage vorbei. Yogi Tee sagte zu dem Mädchen: „Ich muss mal auf die Toilette, bin gleich wieder da.“ Er ging einen langen Gang entlang und seufzte dann, band sich einen Fallschirm um, den er gerade gefunden hatte und wollte hinausspringen. Da hörte er die Stimme des Mädchens: „Was machst du denn da?“, fragte sie. Yogi schwieg betreten. Das Mädchen fing an zu weinen und sagte: „Du sollst nicht gehen, ich hab‘ dich doch so lieb!“ Und dann begriff Yogi Tee, dass eine Familie viel mehr wert war als alles auf der Welt. Er sprang in die Arme des Mädchens und sagte: „Ich bleibe für immer bei dir!“ Und dann gingen sie zurück und erlebten noch viele Abenteuer.

Fortsetzung folgt…

Janna und Viktoria, 5D

Das geheime Video

Eines Tages gingen mein Freund und ich auf den Spielplatz, da fanden wir an einem Baum einen geheimnisvollen USB-Stick.

Wir nahmen ihn mit zu Bijas nach Hause. Als wir angekommen waren, gingen wir direkt zum Computer und wollten uns das Video auf dem USB-Stick anschauen. Doch der Stick hatte einen Code. Pius sagte: „Lass‘ uns Lionel anrufen!“ Das war eine gute Idee, denn Lionel war ein Hacker. Sie riefen Lionel an und er versprach, sofort zu ihnen zu kommen, um den Code zu hacken. Er knackte das Passwort und wir sahen uns das Video an. Es war ein Überfall auf eine Bank. Wir dachten alle drei an den Bank-Überfall, der vor ein paar Tagen in der Gegend stattgefunden hatte. Bijas flüsterte: „Es wurden mehrere Millionen Euro geklaut.“ Lionel erwiderte: „Lass‘ uns das zur Polizei bringen!“ Pius meinte daraufhin: „Lasst uns den Fall doch selber aufklären!“ „Coole Idee“, sagte Bijas. Wir spürten die Räuber auf und kämpften gegen sie. Wir verhinderten mehrere Überfälle in der Stadt. Nachdem wir die Überfälle verhindert hatten, wurden wie die Helden der Stadt. Die Bürger der Stadt nannten uns von nun an „Die Superninjas“!

Bijas, Pius und Lionel, 5D

Der Schlüsselanhänger

Es war einmal ein Schlüsselanhänger, auf dem stand: „Sei behütet“. Er gehörte Leon Funk. Der Schlüsselanhänger war an der Federmappe im Klasseraum der 6d. Nach dem Mathe-Unterricht nahm Leon die Federmappe mit in die Bibliothek. Dort machte er seine Erdkunde-Hausaufgaben. Als er in der Klasse zurück war, merkte er, dass sein Schlüsselanhänger und sein grüner Stift weg waren. Er diachte in der Deutschstunde nach, wo seine Sachen sein könnten. Dann fragte die Lehrerin: „Wie beschreibt man ein Adjektiv, Leon?“ Leon war ganz verwirrt und stotterte: „Äh was?“

Als die Deutschstunde zu Ende war, sucht er überall: In der Caféteria, im Sekretariat, aber ins Lehrerzimmer traute er sich nicht.

Nun ging er an seinen Lieblingsort in der ganzen Schule: In die Bibliothek. Seine Tante arbeitete in der Bibliothek. Er grüßte seine Tante und holte sich ein Buch, das hieß „Sei behütet“. Er setzte sich aufs Sofa und plötzlich pikste in etwas, es war sein grüner Stift! Aber sein Schlüsselanhänger war nicht dort. Er schaute unter das Sofa und da war er – der Schlüsselanhänger! Leon freute sich aber so sehr, dass er die Pausenglocke nicht hörte, und zu spät zum Biologieunterricht kam.

Melina und Florian, 5D

Lukas und das Radiergummi

Es war einmal einer, der hieß Lukas. Er war mit seinen Freunden auf dem Weg in die Klasse, da musste Lukas noch einmal auf die Toilette. Da gingen Felix und Phil schon nach oben. Als Lukas auf dem Weg zurück war, sah er einen Radiergummi. Er nahm ihn einfach mal mit. Zum Glück war der Lehrer noch nicht da.

Nach der Schule ging Lukas zu Fuß nach Hause. Als er zu Hause war, machte er seine Hausaufgaben. Auf einmal verschrieb er sich und sagte: „Mist!“ Er fragte sich, wie er das wieder wegmachen sollte, er hatte ja keinen Radiergummi. Da fiel Lukas ein, er hatte ja den Radiergummi, den er heute gefunden hatte. Er versuchte, den Fehler damit wegzumachen, aber es funktionierte nicht. Er rubbelte hin und her, bis er aufgab. Da strich er einfach das Wort durch und beendete damit die Hausaufgaben.

Am nächsten Morgen hörte Lukas ein komisches Geräusch. Er stand auf und sah ein kleines Männchen und auf einmal sagte es: „Hallo.“ Lukas antwortete: „Wer bist du?“ Da sagte das Männchen: „Ich heiße Phil.“ Lukas erwiderte: „Und was machst du hier?“ Da antwortete das Männchen: „Ich bin hier, weil du mich aus dem Radiergummi gerufen hast!“ Da sagte Lukas: „Okay….. Plötzlich hörte Lukas die Mutter rufen: „Beeile dich, du musst zur Schule!“

Nach der Schule ging Lukas wieder zu dem Männchen und da fragte er das Männchen: „Kannst du zurück in das Radiergummi gehen?“ Da sagte das Männchen: „Na klar.“

Am nächsten Tag in der Schule kam Lukas traurig nach Hause, ein Mädchen suchte ihr Radiergummi, deswegen gab Lukas den Radiergummi wieder zurück und tat so, als habe er das Männchen nie gesehen.

Lukas, 5D

Textsammlung und Fotos: B. Stüker