„Schön war die Zeit“

Perret    27. Juni 2018

Mit Ablauf des Schuljahres 2017/2018 verabschiedete das Kollegium in einer Feier sieben Lehrkräfte, die am Gymnasium Isernhagen unterrichtet haben – einige sogar über mehrere Jahrzehnte.

Frau Schweitzer hat ihr Referendariat in den Fächern Evangelische Religion und Deutsch erfolgreich absolviert und tritt nach den Sommerferien eine Stelle am Hannah-Arendt-Gymnasium in Barsinghausen an. In ihrer Zeit am GI hat sie viele Dinge mit gestaltet, wie zum Beispiel Schulgottesdienste und Projekttage. Frau Lange, Frau Bielefeld und auch die anderen Referendarinnen und Referendare wünschten ihr alles Gute für die Zukunft.

Frau Hoffrogge, Lehrerin für Biologie und Mathematik, verlässt das GI nach nur zwei Jahren. „Es ist die Liebe“, sagte Frau Bielefeld in ihren Verabschiedungsworten und Frau Hoffrogge selbst machte deutlich, dass sie nicht der Schule wegen geht: „Wenn ich die Schule ins Emsland packen könnte, wäre das schön!“ So kann sich das Gymnasium Meppen, an dem sie im letzten halben Jahr schon parallel zum Gymnasium Isernhagen gearbeitet hat, über eine neue Kollegin freuen.

Herr Bigalski-Böhmer, Lehrer für Deutsch, Chemie und Darstellendes Spiel und allen durch seine Theater-AG-Aufführungen ein Begriff, zieht ebenfalls aus privaten Gründen in den Norden, in dem Fall nach Oldenburg, und wird dort am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht arbeiten. „Menschlichkeit ist einer der großen Punkte am Gymnasium Isernhagen“, sagte Herr Bigalski-Böhmer in seinen Abschiedsworten, die allen zeigten, dass ihm die Schule sehr am Herzen liegt. Herausgefordert durch die Fachgruppe Darstellendes Spiel musste er im Anschluss selbst spontan kreativ werden und Interviewfragen beantworten, wobei er vorgegebene Begriffe und für ihn ausgeführte Gesten in seine Antworten einbauen musste, was er als Improvisations-Theater-Schauspieler ohne Schwierigkeiten meisterte.

Die dritte, die von Isernhagen aus gesehen nach Norden geht beziehungsweise im Laufe des Halbjahres schon gegangen ist, ist Frau Geißler, Lehrerin für die Fächer Evangelische Religion und Englisch. Sie unterrichtet jetzt am Mariengymnasium in Jever, wo es ihr gut gefällt. Auch sie betonte, dass sie sich am Gymnasium Isernhagen sehr wohl gefühlt habe und aus rein privaten Gründen weggezogen sei. Frau Lange verabschiedete Frau Geißler für die Fachgruppe Religion, Frau Bielefeld für die Schulleitung und alle wünschten ihr Glück am neuen Schul- und Lebensort.

Vor 36 Jahren, 1982, trat Frau Ibsch ihre Stelle am Gymnasium Isernhagen an. Biologie und Deutsch waren ihre Fächer, wobei sie zeitweilig auch Werte und Normen unterrichtete. Mit herzlichen Worten verabschiedete Frau Bielefeld die Kollegin. Die Deutsch-Fachgruppe sang ihr, wie sie es sich gewünscht hatte, ein Lied, in dem ihr Wirken gewürdigt wurde. Die Biologie-Fachgruppe verabschiedete sich ebenfalls mit einer Würdigung – filmisch, man hatte extra Prof. Grzimek engagiert – und genauso der Personalrat, der als „literarisches Quintett“ auftrat.

Frau Nolden war fast genauso lange am GI tätig – über 33 Jahre. Nach beruflichen Stationen am Hölty-Gymnasium in Wunstorf und an der Käthe-Kollwitz-Schule in Hannover kam sie 1985 nach Isernhagen. Die Biologie- und Chemielehrerin übernahm über ihren Unterricht hinaus viele Sonderaufgaben an der Schule –  sie war als Sicherheitsbeauftragte tätig, arbeitete am Vertretungsplan mit, leitete die Biologie-Fachgruppe und ebenso die Biologie-Sammlung, führte den Italien-Austausch durch, betreute das Aquarium und den Kräutergarten sowie den Schulteich. Mit ihrer Geige unterstützte sie das Schulorchester bei diversen Konzerten. „Schön war die Zeit“, bedankte sie sich bei den Kolleginnen und Kollegen für die gute wissenschaftliche und pädagogische Zusammenarbeit. So ganz ohne Knall und Rauch ließ die Fachgruppe Chemie sie dann doch nicht ziehen: zunächst musste sie ihre Qualifikation als Sicherheitsbeauftragte unter Beweis stellen um dann dramatisch einen mit gasgefüllten Ballon explodieren lassen zu dürfen.

Frau Richelmann, Deutsch- und Politiklehrerin, die zeitweilig auch Geschichte sowie Werte und Normen unterrichtete, war nach einer beruflichen Tätigkeit am Institut „Frau und Gesellschaft“ in Hannover vor zehn Jahren ans Gymnasium Isernhagen gekommen. Frau Bielefeld betonte, wie unaufgeregt und selbstverständlich sie sich eingebracht hat. Die Fachgruppen bedankten sich mit einem Lied (Deutsch) und einem Quiz (Politik), wobei alle auf ihre Leidenschaft, die Vogelbeobachtung, anspielten, für die sie in Zukunft mehr Zeit haben wird.

In den Gesprächen im Anschluss an die Feier wurde deutlich, dass alle hoffen, die versetzten oder pensionierten Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen. Viele ehemalige Lehrkräfte sowie Mütter in Elternzeit hatten den Anlass der Verabschiedung genutzt und waren vorbeigekommen, um mitzufeiern.

Fotos: K. Weissleder
Text: I. Perret