Prävention gegen Sucht und Gewalt: die Projektwoche in Jahrgang 9

Perret    15. Oktober 2018

Die Klassen des neunten Jahrgangs beschäftigten sich in der Projektwoche als Teil unseres Präventionskonzeptes mit verschiedenen Themen wie Sucht, Mobbing und Gewalt. Schülerinnen und Schüler der 9c berichten:

Am Montag sind wir ins SOS-Café gegangen. Dort angekommen hat uns Tobias vom „Neuen Land“ begrüßt. Nachdem wir uns in einen Stuhlkreis gesetzt haben, hat er uns erklärt, welche Arbeit das „Neue Land“ leistet. Wir haben uns mit verschiedenen Süchten auseinandergesetzt, deren Ursachen und Wirkung. Harald-Kylo, eine Fantasie-Figur, die wir uns selber ausdenken durften, haben wir Süchte zugeordnet und die Auswirkungen auf sein Leben. Nach einer zwanzigminütigen Pause hat uns ein ehemaliger Drogenabhängiger, Martin, über seinen Weg ins „Neue Land“ berichtet, sowie die Gründe, weshalb er zu Drogen und Alkohol gekommen ist.

Am Dienstag waren wir an zwei verschiedenen Aktionen beteiligt. In der ersten Hälfte des Tages besuchte uns Herr Harms von der Polizei Burgdorf, der mit uns über die Themen Cybermobbing und Jugendgewalt und deren staatliche Konsequenzen gesprochen hat. Er legte uns die Themen durch verschiedene Filme und eine Präsentation dar. In der zweiten Hälfte des Tages belegten wir einen Selbstverteidigungskurs im Sportstudio Kenpokan. Zwei junge Trainer begannen mit einem längeren Aufwärmprogramm, gingen von da zu mehreren Basics des Kampfsports über und beendeten die insgesamt anderthalb Stunden mit verschiedenen Selbstverteidigung-Abläufen. Im Großen und Ganzen gefielen uns die Übungen, doch fanden wir die Trainer etwas unfreundlich und dass sie zu hart mit uns umgegangen sind.

Am Mittwoch fuhren wir zur Gedenkstätte Ahlem. Dort war Andreas unser Gruppenleiter. Neben Andreas war noch ein FSJler da, Aaron. Zuerst erklärte er uns die Bezeichnung „Gedenkstätte“ und betonte dabei den Unterschied zwischen Gedenken und Erinnern. Wir sammelten unterschiedliche Orte, an denen man heute noch gedenkt. Danach gingen wir in den historischen Garten, wo früher viel angebaut wurde. Andreas erzählte uns, dass Anfang des 20. Jahrhunderts viele Juden nach Deutschland kamen. In der Baumschule, die 1893 von Moritz Simon gegründet wurde, haben viele Juden gelebt und gelernt, sich um die Pflanzen zu kümmern. Wir kamen an einer großen Tafel vorbei, wo der Opfer gedacht wurde, die ab 1942 hier exekutiert wurden. Viele Namen standen dort, aber da die Nationalsozialisten viele Unterlagen verbrannt haben, bleiben viele Kacheln leer.

Nach einer Pause trafen wir uns wieder im Aufenthaltsraum und bekamen jeder einen Erlass, wie die Nationalsozialisten die Juden einschränkten. Wir ordneten uns nach der Reihenfolge der Jahreszahlen und lasen uns die Gesetze vor. Wir waren alle überrascht, wie viele Gesetze es gab, die offensichtlich total diskriminierend waren. Anschließend bekamen wir Fotos von verschiedenen Leuten, die alle eine eigene Geschichte hatten. Mit diesen Bildern erkundeten wir das Museum und schrieben Informationen über die Personen auf. Das Museum in der Gedenkstätte war sehr gut gestaltet. Es gab viele Bilder zu den Zeiten und informierende Texte zu den Personen und der Geschichte der Gartenbauschule. Nach einer Stunde kamen wir alle wieder im Aufenthaltsraum zusammen und besprachen unsere Personen. So erfuhren wir Geschichten über Gestapo-Leute oder Juden und Zwangsarbeiter, die hingerichtet wurden. Da es schon spät war, konnten wir uns nicht mehr sehr lange mit den Auswirkungen auf das Grundgesetz befassen.

Am Donnerstag trafen wir uns im Klassenraum. Dietrich und Conni von „Return“ haben uns ein Video  vorgespielt. Danach wurden uns Fragen gestellt, die wir mit einem Summen beantworten sollten oder aufstanden. Danach gab es eine Präsentation zum Thema Mediensucht sowie ein Quiz und ein Spiel, in dem es um die eigene Meinung ging. Nach der Pause haben sich die Jungen und Mädchen in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt und wir sind uns dort erst mal mit den Leuten von „Return“ näher gekommen. In den einzelnen Gruppen waren wir über Pornographie und weiteres wie z.B. Zocken (bei den Jungen) informiert. Zum Ende des Tages gab es noch ein letztes Quiz und zur Verabschiedung etwas Süßes. Insgesamt hat uns der Tag sehr gut gefallen.

Text: Jette, Finn, Lenny, Damian, Nova, Jule, Cara, Tom, Johanna, Valentin, Christopher, Fritzi, Emma, Isabel, Jonas