Theaterbesuch bei „Tschick“

Perret    10. Dezember 2018

Am 07.11.2018 war der Kurs „Darstellendes Spiel“ des elften Jahrgangs mit Frau Stiebritz im Schauspielhaus Hannover, um sich die Vorstellung des Theaterstücks „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf anzusehen. Das Stück zeigt das Leben des 14-jährigen Maik Klingenberg, der ein eintöniges und langweiliges Leben führt. Er hat keinen coolen Spitznamen wie sein Sommerferienkumpel Andrej Tschickatschow, der ganz cool, so wie er auch ist, Tschick genannt wird. In einem geklauten, laut Tschick geliehenem, Auto fahren die Teenager quer durch Deutschland, um in der Walachei, im wahrsten Sinne des Wortes, Tschicks Großvater zu besuchen. In dem Sommerferien-Trip treffen die beiden Hauptfiguren auf Isa, einem gleichaltrigen Mädchen, das sie eine Weile begleitet. Das Stück besteht aus einer großen Rückblende, die den Road Trip der Jungen, von Maik erzählt, widerspiegelt.

Die Umsetzung der komplexen Rollen gelang den drei Schauspielern, die mehrere Rollen verkörperten, gut. Das Bühnenbild, bestehend aus zwei Wänden, wurde in den jeweiligen Szenen immer unterschiedlich eingesetzt, mal handelte es sich um ein Haus, mal um ein Dorf und es stellte auch eine Raststätte auf dem Weg in die Walachei dar. Zahlreiche Requisiten stellten aktiv Teile des Stückes dar, während passiv agierende Requisiten Orte und Momente darstellten, die nicht sichtbar waren, ebenso wie das Licht, was dem Zuschauer Gebäude zeigte, die nicht als Bühnenbild fungierten, wie das Haus des Mädchens, für das Maik ein Bild von Beyoncé gemalt hatte.

Neben bunten Lichterspielen war auch Musik im Stück eingesetzt. Diese spiegelte die Emotionen der Schauspieler wider, weswegen sie mal abenteuerlustig und harmonisch beim Fahren auf der Straße eingesetzt wurde, doch auch laut und aggressiv bei Maiks mentalen Zusammenbruch erschien. Die Schauspieler, vor allem  der des Tschick, setzten ihre vielseitigen Rollen hervorragend um, indem sie Körpersprache, Tonlage und Verhaltensmuster wie die Gangart immer der jeweiligen Figur anpassten. Das Stück war insgesamt gelungen und ist empfehlenswert, vor allem für Theaterbesucher, die gerne mal lachen und auch ins Stück einbezogen werden möchten.

Text: A. Storost