Erasmus+

Das ErasmusPlus-Akkreditierungs-Team des GI

Das Gymnasium Isernhagen nimmt seit 2018 Erasmus+ Programm teil und ist aktuell bis 2027 als „Erasmus+ Schule“ akkreditiert. Das Programm ermöglicht es Schüler*innen und Lehrkräften, an Mobilitäten (Hospitationen, Austauschprojekten, Fortbildungen) im europäischen Ausland teilzunehmen. Dafür haben wir Bereiche festgelegt, in denen die Schule sich weiter entwickeln möchte. Es sind die folgenden vier Schwerpunkte: „Die EU und ich“, „Interkulturelle Kompetenz und Kommunikation“, „Wasser – das blaue Gold Europas“ sowie „Digitale Flügel entfalten“.

Die Teilnehmer*innen an den Schüler*innen- und Lehrkräftemobilitäten teilen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen – in der Klasse oder im Jahrgang, im Schulvorstand und in der Fachgruppe. Außerdem dienen die geknüpften Kontakte als Ausgangspunkt für neue Aktivitäten. Ein Schaukasten in der Pausenhalle des GI zeigt die aktuell geplanten ErasmusPlus-Projekte mit unseren Partnern in Zamora (Spanien), Lezay (Frankreich) und Massa (Italien) neben unseren weiteren europäischen Projekten mit Schulen in Budapest, Prag, Wroclaw (Breslau) und Suchy Las bei Poznan.

Darüber hinaus sind wir Partner im Projekt „Aquaversity“, bei dem es darum geht, fächerübergreifende Lerneinheiten rund um das Themengebiet „Wasser“ mit unterschiedlichen europäischen Partnereinrichtungen zu entwickeln. Hierbei soll Bildung in den naturwissenschaftlich-informatischen Fächern mit gesellschaftswissenschaftlichen und geografischen Fragestellungen verknüpft werden. In dem Projekt arbeiten wir vorwiegend mit dem Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover zusammen. Weiterhin sind an dem Projekt die Universität Klagenfurt und das Ingeborg-Bachmann-Gymnasium in Klagenfurt, die Universität Ostpiemont und das Gymnasium IISS „Luigi Des Ambrois“ in Oulx sowie die Südböhmische Universität Budweis beteiligt. Das Projekt läuft vom 01.10.2025 bis 30.09.2028 und wird über das Erasmus+-Programm der Europäischen Union gefördert.

Im Mai und Juni 2026 besuchten zwei Schülerinnen des Gymnasiums P. Rossi in Massa (Italien) für vier Wochen unsere Schule. Im Anschluss fuhren ihre beiden Gastschwestern vom Gymnasium Isernhagen für drei bzw. sechs Wochen mit nach Massa und besuchten das dortige Gymnasium. „Schule ist hier ganz anders und es hat großen Spaß gemacht, das kennenzulernen,“ war das Fazit der italienischen Gäste. Genau darum geht es bei den Einzelmobilitäten – interkulturelle Erfahrungen zu machen und sich in interkultureller Kommunikation zu üben.

Baumpflanzaktion in Zamora

2024 haben Herr Pagel und Frau Wachenhausen gemeinsam mit unserer Partnerschule in Zamora ein ErasmusPlus-Kurzzeitprojekt durchgeführt, bei dem Schüler*innen der achten Klasse in Spanien und in Deutschland zum Thema „Wasser“ gearbeitet haben. Auch 2025 wurde wieder ein ErasmusPlus-Kurzprojekt mit unserer Partnerschule in Zamora durchgeführt, diesmal von Frau Holzgreve und Herrn Wossidlo – und das Projekt 2026 lief im Frühjahr ebenfalls zu diesem Thema. Mit unserer Partnerschule in Lezay bei Poitiers fand 2026 erstmals eine Gruppenmobilität zum Thema „Interkulturelle Kompetenz und Kommunikation“ statt.

Lehrkräfte mit europäischen Fortbildungs-Zertifikaten

Einige Lehrkräfte haben seit 2018 verschiedene Fortbildungskurse zu den Themenfeldern Digitalisierung, bilingualer Unterricht und Mobbing-Intervention, interkulturelles Lernen im Unterricht, und interkulturelle Kommunikation mit den Elternhäusern und Mental Health besucht und werden das auch zu unseren aktuellen Schwerpunkten in den kommenden Jahren tun.

Job Shadowing-Gast aus Budapest

Von hohem Interesse ist für unserer Weiterentwicklung der Einblick in die Schulsysteme anderer Länder und deren Ansätze, mit den von uns identifizierten Entwicklungsbereichen wie z.B. dem digitalen Lernen umzugehen. Daher hospitieren Lehrkräfte unserer Schule im Unterricht der Partnerschulen unserer Austauschprogramme (oder von Schulen, die vielleicht noch Partner werden) und wir laden Lehrkräfte europäischer Schulen zu uns ein. So haben wir im Februar 2026 Besuch von zwei Lehrkräften aus Kaunas in Litauen. Oft greifen dabei die verschiedenen Mobilitäten ineinander. Wenn sich Lehrkräfte auf einer Fortbildung kennenlernen erfolgt im Anschluss ein Job Shadowing und danach eine Mobilität mit Schülergruppen – der beschriebene Ablauf trifft auf die Zusammenarbeit mit Frau Muszula aus Budapest zu, mit deren Schule wir nun im Visegrad-Projekt verbunden sind.

Hans Hohlbein d.J.: Erasmus von Rotterdam, Wikimedia commons

Und warum heißt das Programm „Erasmus“? Desiderius Erasmus von Rotterdam war ein niederländischer Universalgelehrter in der Zeit der Renaissance, der sich sehr für eine umfassende Bildung einsetzte. Als kritischer Denker seiner Zeit bereitete Erasmus, der auch als „Fürst der Humanisten“ bezeichnet wird, der europäischen Aufklärung den Weg. Das „Plus“ im Namen steht dafür, dass in das alte Erasmus-Programm, das nur für Student*innen ausgelegt war, seit 2014 auch Programme für andere Bildungsinstitutionen, wie z.B. Schulen, integriert sind. Vor 2014 hieß das Programm für Schulen „Comenius“, nach dem böhmischen Pädagogen aus dem 17. Jahrhundert.