
Am 8. März war es endlich so weit: Der Gegenbesuch unserer Austauschschüler*innen der IES La Vaguada in Zamora stand an! Die Vorfreude, unsere spanischen Freunde wiederzusehen, ließ uns die lange Anreise mit Flugzeug und Bus gut überstehen. Mit etwas Verspätung kamen wir am Sonntagabend in Zamora an und wurden herzlich von unseren Gastfamilien empfangen.
Der Montag war unser erster voller Tag vor Ort und zugleich der Auftakt unserer Projektwoche zum Thema „Wasser – das blaue Gold Europas“. Obwohl das Wetter nicht ganz mitspielte, war es ein spannender Start. Zunächst trafen wir uns in der Schule und tauschten unsere ersten Eindrücke aus den Gastfamilien aus. Anschließend stärkten wir uns mit leckeren Churros und heißer Schokolade in der schuleigenen Kantine. Danach erkundeten wir die wunderschöne Altstadt Zamoras und erfuhren viel über ihre Geschichte und Kultur. Am Nachmittag beobachteten wir Vögel und besichtigten eine alte, stillgelegte Wassermühle. Gegen 14 Uhr kehrten wir zur Schule zurück und ließen den Tag in unseren Gastfamilien ausklingen.
Am Dienstag begann der Tag mit einem Musik-Workshop, in dem wir lernten, wie man mit Wasser Klänge erzeugen kann. Besonders kreativ wurde es, als wir selbst mit Muscheln musizierten. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Miranda do Douro in Portugal. Dort unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Fluss Douro durch einen beeindruckenden Nationalpark. Während der Fahrt erhielten wir spannende Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt sowie die hervorragende Wasserqualität der Region. Danach hatten wir noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Geschichte und Politik. Ein Geschichtslehrer der IES La Vaguada erklärte uns Zusammenhänge zwischen Kaiser Nero und Waldbränden im antiken Rom und zog Parallelen zur Gegenwart. Anschließend wurden wir im Rathaus vom Tourismusbeauftragten Christoph Strieder empfangen. Dort diskutierten wir über die unterschiedlichen Herausforderungen, denen sich Hannover und Zamora im Umgang mit Wasser stellen müssen. In einer simulierten Plenarsitzung überlegten wir gemeinsam, was jeder Einzelne zum Umweltschutz beitragen kann. Am Nachmittag nahmen wir an einer Fotochallenge teil, bei der wir Passanten befragten und kreative Fotos an verschiedenen Orten machten.
Am Donnerstag ging es gemeinsam zum Parque Valorio, wo wir Bäume pflanzten und so einen eigenen „Austauschwald“ entstehen ließen. In kleinen Gruppen arbeiteten wir mit Schaufeln und Hacken und konnten jeweils mehrere Bäume setzen. In einer kurzen Pause wurden einige von uns sogar für das Fernsehen interviewt. Danach kehrten wir zur Schule zurück und verbrachten den restlichen Tag in den Gastfamilien.
Am Freitag führte uns ein Ausflug in den Naturpark Lago de Sanabria. Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt erreichten wir den beeindruckenden See und die umliegende Landschaft. Vor Ort nahmen wir an verschiedenen Workshops teil: Wir stellten Recyclingpapier her, untersuchten die Wasserqualität, erfuhren mehr über das Ökosystem des Parks und simulierten dessen Funktionsweise in einem Jenga-Spiel. Außerdem blieb Zeit, die Natur zu erkunden und die besondere Atmosphäre des Ortes zu genießen.
Auch das Wochenende bot viele abwechslungsreiche Aktivitäten. Einige besuchten Wasserfälle in der Umgebung, andere fuhren nach Salamanca und besichtigten dort bekannte Sehenswürdigkeiten. Diese gemeinsamen Erlebnisse halfen uns, die spanische Kultur und das Leben in den Gastfamilien noch besser kennenzulernen.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Austausch in Zamora eine unvergessliche Erfahrung war. Wir haben nicht nur viel über das Thema Wasser und den Umweltschutz gelernt, sondern auch neue Freundschaften geschlossen und eine andere Kultur intensiv erlebt. Besonders wertvoll war der persönliche Austausch mit unseren Gastfamilien, der uns viele neue Perspektiven eröffnet hat. Diese Woche wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Text: Hannah, Lea, Maximilian, Theodor, Lasse (Jahrgang 8) und Frau Albert
Bilder: Albert







