Sri Lanka Mädchen bei uns

Stüker    6. September 2026

Ein schöner Start in das neue Schuljahr war für uns Mädchen aus der 10. Klasse der Besuch der Gastschwestern aus Sri Lanka. Schon am zweiten Schultag haben wir die Mädchen gemeinsam vom Bahnhof abgeholt, um dann das erste Wochenende ganz entspannt zu verbringen. Da noch schönes Wetter war, konnten sich die Mädchen etwas besser an die Temperaturen und die Zeitverschiebung gewöhnen. Am darauffolgenden Montag (17.08.) wurden wir dann von der Chorklasse 6c mit einem kleinen Lied begrüßt, danach auch noch offiziell von der Schulleitung, die uns eine schöne Zeit zusammen und viele gemeinsame Erfahrungen gewünscht hat…

Am Dienstag (18.08.) haben wir in Kleingruppen einen Outdoor-Escape-Room durch die Altstadt gemacht, was eine kleine Herausforderung war, aber trotzdem als schöne Gelegenheit in Erinnerung bleiben wird. Das Highlight war aber definitiv die Fahrt auf den Turm des Rathauses, denn von dort konnten wir die gesamte Stadt überblicken. Das historische Gebäude und die Miniaturmodelle der Stadt im Wandel der Jahre haben wir als ziemlich beeindruckend wahrgenommen. Am Donnerstag (20.08.) hatten wir einen weiteren Ausflug. Wir waren in Hameln, wo wir einiges über die erste Klimakiste und deren Beitrag zum Stadtklima gelernt haben. Anschließend waren die Mädchen shoppen, die Souvenirs wurden eifrig zusammengesammelt. Am Freitag (21.08.) begrüßte dann auch Hr. Mithöfer offiziell unsere kleine Gruppe und lud die Mädchen zum Schützenfest ein, das dann auch viele von uns besuchten. Den zweiten Montag (24.08.) verbrachten wir in Bad Harzburg, wo wir zuerst mit der Seilbahn hochfuhren und dann über den Baumwipfelpfad zurückliefen. Glücklicherweise hat es nicht geregnet, weswegen wir die kleine Wanderung alle genießen konnten, außerdem konnten so die gesammelten Stempel der Harzer Wandernadel nicht verlaufen. Den Landtag in Hannover und damit auch ein bisschen das politische System dahinter lernten wir am Dienstag (25.08.) kennen. Nach einer kleinen, aber interessanten Führung hatten wir noch etwas mehr Zeit, um Hannover auf eigene Faust zu entdecken. Der darauffolgende Tag war allerdings wieder ordentlich gefüllt: Am Mittwoch, den 26.08. sahen wir in Berlin berühmte Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor und die East Side Gallery, aber auch weniger international bekannte Ecken wie die Hackeschen Höfe. . Dort fand sich natürlich auch wieder die Möglichkeit, ausgiebig nach Mitbringseln zu suchen, auch kulinarisch wurde ein bisschen experimentiert: Viele der Mädels haben zum ersten Mal einen Döner gegessen und direkt als gut befunden. Aber auch Donnerstag (27.08.) kamen unsere Gastschwestern dem Kochen näher, gemeinsam bereiteten sie einen Grill-Mittag vor. Der letzte größere Ausflug fand dann am Dienstag, den 01.09. statt, als wir gemeinsam in Hamburg unter anderem auf der Elphie waren und von dort die Aussicht bestaunt haben. Es war ein bisschen windig, aber die meisten Sri-Lanker kamen nach den rund zwei Wochen hier schon ganz gut mit dem kühleren Wetter klar und hatten somit auch einen schönen Tag in Hamburg. Den Mittwoch nutzten wir, um gemeinsam Beutel zu bemalen, wobei so einige wahre Kunstwerke entstanden. Zudem entwickelte es sich zum Trend, dass fast alle auf der einen Beutelseite unterschrieben. Und schon mussten wir realisieren, dass uns der letzte Abend bevorstand. Trotzdem hatten wir alle Spaß dabei, gemeinsam typisch deutsche Gerichte zu probieren, da wir alle im Bavarium zu Abend gegessen haben. Zwei der Austauschschülerinnnen hatten eine Polaroid-Kamera dabei und so konnte jedes Schülerinnen-Schwestern-Paar zwei Fotos (eins pro Person) machen und alle haben eine schöne Erinnerung an den Abend. Der letzte Tag sowie auch die Zeit im Allgemeinen war viel zu kurz, aber dadurch wurde nur die Vorfreude auf unseren Besuch Anfang nächsten Jahres gestärkt, wenn wir endlich alle wiedersehen. Insgesamt hatten wir eine schöne Zeit und auch die Gruppe Schülerinnen aus Sri Lanka ist weiter zusammengewachsen, da sie, wenn sie nicht mit uns auf Ausflügen oder im Unterricht waren, immer gemeinsam in einem Raum saßen. Dabei hatten sie lustigerweise immer ein kleines Buffet voller neuer, deutscher Snacks aufgebaut, während sie ihre neue Leidenschaft für eine abgewandelte Art des Volleyballs entdeckten. In den Abreisetag mussten wir alle früh starten, um schnell die letzten Dinge zu packen und dann um 7:30 Uhr die Schwestern am Bahnhof zu verabschieden.

Text und Fotos: Lisa H. (Jg. 9)