
Mit der thematischen Fokussierung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik hat die Klasse 11a im Juni eine viertägige Fahrt in die bayerische Landeshauptstadt München unternommen, die zusammen mit dem Jugendoffizier Sascha Hell-Hundt geplant wurde, der uns auf der Fahrt begleitet hat, und die von der Bundeswehr finanziell unterstützt wurde.
Der andauernde Ukraine-Krieg sowie der Iran-Krieg sind nur zwei aktuelle Beispiele, die verdeutlichen, welche Relevanz diesem Politikfeld gegenwärtig zukommt und welche Bedeutung dieses mittlerweile für unseren Alltag und die Bildungsarbeit hat.
Die Fahrt wurde dabei in den Fachunterricht Politik-Wirtschaft eingebettet. Hier hat sich die Klasse zum einen gezielt mit den inhaltlichen Hintergründen und Zusammenhängen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik auseinandergesetzt, wozu zwei Vorträge des Jugendoffiziers maßgeblich beigetragen haben. Zudem haben die Schüler*innen im Unterricht Präsentationen erarbeitet, damit wir uns auf die anstehenden Besuche der Institutionen und die Expertengespräche in München vorbereiten und einstimmen konnten.
Der folgende Bericht von Marie, Hannah und Sofia gibt einen Eindruck, wie die Fahrt von den Schüler*innen wahrgenommen wurde:
Als wir mit dem Zug in München angekommen sind, machten wir uns schnell auf den Weg zu unserer Unterkunft, um danach direkt zur Bayerischen Staatskanzlei zu gehen. Nachdem wir durch die wunderschönen Gärten der Staatskanzlei zum Eingang gelangt sind, haben wir eine Führung durch die Staatskanzlei erhalten, bei der wir unter anderem sogar an dem Tisch sitzen konnten, wo der bayerische Ministerpräsident, Dr. Markus Söder, mit seinem Kabinett tagt. Am Abend haben wir direkt die bayerische Kultur besser kennengelernt, als wir alle gemeinsam in einem bayerischen Restaurant essen gegangen sind.
Am Dienstag ging das Programm weiter. Wir starteten mit einem Besuch im Amerika Haus und gingen danach weiter zum Deutschen Museum, in welchem wir an einer Führung teilgenommen haben und danach selbst Zeit hatten, die vielseitigen Exponate zu erkunden. Ein Exponat war besonders beeindruckend. Mithilfe von LIDAR-Sensoren lassen sich Form und Oberflächenbeschaffenheit von Objekten optisch darstellen – genutzt wird dies beispielsweise bei Fotografien.
Mit einem genauso vielseitigen und besonders interessanten Programm ging es am Mittwoch weiter. Dort besuchten wir die Ernst-von-Bergmann-Kaserne, in der die Sanitätsakademie der Bundeswehr angesiedelt ist. Dort bekamen wir Einblicke in die Aufgabenfelder der Sterilisation in Feldlazaretten, der Ausbildung von Notfallkräften für Kriegsgebiete sowie in den Alltag der Berufssoldaten. Im Anschluss hat uns die Bundeswehr in ihre Truppenküche eingeladen, wo viele von dem leckeren Essen begeistert waren. Danach bekamen wir noch einen genaueren Einblick in die Arbeit einer Oberfeldärztin und eine Führung durch die Lehrsammlung der Bundeswehr, in welcher die Geschichte des Sanitätsdienstes dargestellt ist und in der sich auch einige historische Artefakte befinden. Der gesamte Besuch wurde von allen sehr positiv aufgenommen, da wir einen Einblick gewonnen haben in eine Seite der Bundeswehr, welche vielen vorher verborgen war.
Am Donnerstag haben wir die Alte Pinakothek in München besucht, wo wir eine Führung von einer Kunsthistorikerin zum Thema Demokratie und Kunstgeschichte bekommen haben. Besonders toll war eine interaktive Aufgabe am Ende, wo wir einzelne Elemente von einem Gemälde abgezeichnet und uns mit den Schwierigkeiten, welche damit einhergehen seine Kunst zu verkaufen und öffentlich zur Verfügung zu stellen, beschäftigt haben.
Besonders in Erinnerung werden uns die Abende bleiben, in denen immer leidenschaftliche Partien Durak gespielt wurden. Dieses Kartenspiel, welches am Anfang noch unbekannt gewesen ist, war am letzten Abend die Lieblingsbeschäftigung vieler. Neben den vielseitigen und äußerst informativen Aktivitäten hatten wir auch Freizeit, in welcher wir die Stadt im Alleingang erkunden konnten.
Wir bedanken uns bei der Bundeswehr für die vielseitigen Einblicke und vor allem bei dem Jugendoffizier Sascha Hell-Hundt, der uns die Fahrt über begleitet hat.
Text: Knipp / Hannah, Marie und Sofia (11a)
Bilder: Görtz
















