
Fortsetzung des Visegrád-Projekts mit unseren Partnerschulen aus Budapest, Wrocław und Prag unter dem Motto: „Active Young Citizens Without Borders – The Impact of Misinformation on Democratic Decision-Making“
Vom 14. bis zum 18. September 2026 waren wir im Rahmen des Visegrád-Projekts in der ungarischen Hauptstadt Budapest, um uns mit Schülerinnen und Schülern aus Tschechien, Polen und Ungarn zu treffen und auszutauschen.
Los ging es am Montag um 6 Uhr am Hannover Hauptbahnhof. Trotz der Müdigkeit überstanden wir alle die zwölfstündige Zugfahrt gut und gönnten uns am Abend einen wohlverdienten Döner.
Auch am nächsten Morgen klingelte der Wecker früh, denn wir wollten pünktlich in der ungarischen Schule sein. Dort stellten wir unsere vorbereiteten Präsentationen über unsere Schule und unsere Projekte zur Demokratieförderung, zum Umweltschutz und zum internationalen Austausch vor.
Nach einem leckeren Mittagessen in der Grosics-Schule erkundeten wir einige der berühmten Sehenswürdigkeiten Budapests wie die Freiheitsstatue und die Fischerbastei. Dabei zeigte sich, dass Bahnfahren nicht zu den Kernkompetenzen unserer Lehrerinnen gehört: Frau Jaschke und Frau Hartlova bemerkten tatsächlich nicht, dass wir anderen bereits aus der Straßenbahn ausgestiegen waren, und fuhren einfach eine Station weiter. Sie fanden aber schnell wieder Anschluss an die Gruppe. Carls Spruch des Tages – und der ganzen Woche – lautete: „Nett hier, aber waren Sie schon mal in Baden-Württemberg?“ Unserer Meinung nach kam er allerdings ein- bis zweimal zu oft. Den Abend verbrachten wir im italienischen Restaurant des berühmten Fernsehkochs Jamie Oliver und genossen dabei einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Zum Glück begann der Mittwoch nicht ganz so früh wie der Tag zuvor. Die vielen Stufen im ungarischen Parlament waren dafür eine ganz schöne Herausforderung. Der Blick auf die Kronjuwelen – gemeinsam mit dem moldauischen Parlamentspräsidenten – war allerdings die Anstrengung wert. Wir sind uns sicher, dass der Kronleuchter, der sonst meist ausgeschaltet ist, nur für uns eingeschaltet wurde.
Im Anschluss an den Parlamentsbesuch spazierten wir auf die Margareteninsel, um dort unsere Lunchpakete zu verschlingen. Auf der kleinen Insel gab es auch einen Minizoo, der seinem Namen alle Ehre machte: Man hatte ihn in weniger als einer Minute komplett gesehen. Mit unseren etwas holprigen Englischkenntnissen boten wir den Ungarn unsere übrig gebliebenen Rosinen an, die keiner von uns mehr wollte – leider wurden wir nur eine einzige los.
Am Donnerstagvormittag hörten wir in der Schule einen Vortrag über Sicherheit im Cyberspace und weitere spannende Themen. Am Nachmittag fuhren wir mit einer Zahnradbahn und wanderten einen der Budaer Berge hinauf, den wir anschließend mit dem Sessellift wieder hinunterfuhren. Als Abschiedsessen gab es ganz traditionell ungarisches Gulasch. Danach hieß es Abschied nehmen von all den neuen Freundinnen und Freunden, mit denen wir viele lustige Momente erlebt hatten.
Am Freitag traten wir bereits um 6 Uhr unsere Heimreise an. Auch bei dieser Zugfahrt lief alles nach Plan, und so verabschiedeten wir uns am Freitagabend in Hannover voneinander – mit vielen unvergesslichen Erfahrungen und Erlebnissen im Gepäck.
Es war eine tolle gemeinsame Zeit.
Text: Linda, Lara, Sophie, Melina, Carl, Leonard und Tim
Bilder: Jaschke und Hartlova







